!!! Dieser
Bereich wird aktualisiert !!!
Berichterstattung Vorpremiere in Ludwigsburg (Auswahl)
Ludwigsburger Kreiszeitung, 04.04.05
Stuttgarter Zeitung, 04.04.05
Leonberger Kreiszeitung, 04.04.05
Weitere Artikel erschienen in
Stuttgarter Nachrichten, Marbacher Zeitung, Bietigheimer
Zeitung
Pressespiegel (zum downloaden)
Pressespiegel 'Berichterstattung Vorpremiere in Ludwigsburg'
'Stages' im Internet
Weiachergeschichten.blogspot.com
Übersicht bisherige
Berichterstattung in Presse, Radio und TV
Bitte wenden Sie sich an ..i
n f o @ s t a g e s - f i l m . c o m
-> Zur Berichterstattung Vorpremiere in Ludwigsburg
Ludwigsburger Kreiszeitung,
04.04.05
OHNE KOMPROMISSE ZURÜCK INS LEBEN
- Premiere des Diplomfilms 'Stages' im Caligari
Der Film beginnt da, wo andere aufhören:
Ina will nach überstandener Brustkrebserkrankung zurück
ins Leben, ohne Kompromisse und ohne Pardon. Der Diplomfilm
'Stages' von Filmakademie-Student Marek Beles feierte
am Samstag im Caligari-Kino eine erfolgreiche Premiere.
Von Angelika Baumeister
'Der Film handelt eigentlich nicht von
Brustkrebs, sondern vom Leben', sagt der Regisseur Marek
Beles, der zusammen mit den Produzenten Carolina Schegg
und Igor Dovgal sowie der Szenenbildnerin Ana Rocha Fernandes
eine herausragende Abschlussarbeit abgeliefert hat. Es
wird nicht gezeigt, wie eine junge Frau die Krankheit
besiegt, sondern welche Probleme sie bei der Rückkehr
in die Normalität hat. Auf sehr bewegende Art wird auch
das Tabuthema Sexualität und Körperlichkeit angesprochen.
Fachleute loben diesen Ansatz, das Konzept hat sie überzeugt.
So erfuhr das 80-minütige, in der Schweiz gedrehte Werk
Unterstützung von der AOK und dem Krebsverband Baden-Württemberg
sowie dem Pharmahersteller Hoffmann-La Roche. Das Schweizer
Fernsehen DRS tritt als Koproduzent auf. 'Gerade bei der
Nachsorge gibt es noch grosse Defizite', betonte der stellvertretende
Vorstandsvorsitzende der AOK Baden-Württemberg, Dr. Christopher
Hermann nach der Premiere.
Der inzwischen mit dem Brustkrebs-Kommunikationspreis
der Deutschen Krebsgesellschaft ausgezeichnete 80-minütige
Streifen überzeugt vor allem durch seine darstellerische
Intensität, sowie durch seine eindringlichen Bilder. Im
Mittelpunkt steht Ina, verkörpert von der 24-jährigen
Anna Brüggemann, die auch schon in Kino- und Fernsehfilmen
sowie kürzlich im Tatort 'Vorstadtballade' auf sich aufmerksam
gemacht hat.
Anna Brüggemann spielt eine Kindfrau, die sich das Träumen
bewahrt hat und nach überstandener Krebstherapie auf die
Bühne will. Und das obwohl ihre Schauspielausbildung noch
nicht beendet ist sowie ihre körperliche Verfassung es
eigentlich auch noch nicht zulässt. Ina verdrängt die
Krankheit, fälscht ihren Lebenslauf, überzeugt beim Vorsprechen
und scheint sich ihren Traum erfüllt zu haben. Doch das
Thema Krebs lässt sich nicht einfach aus dem Leben ausblenden,
das muss sie bitter erfahren. Erst als sie ihre Krankheit
als Teil ihres Lebens annimmt, kommt es zur Wende.
Ob sie ihr Engagement beim Theater behält und welches
Ergebnis die längst überfällige Nachuntersuchung hat,
das lässt der Film zum Schluss bewusst offen.
Das Leben erzähle auch nicht alle Geschichten zu Ende,
sagt Marek Beles. Der vernünftige Gegenpart zur verträumten
Ina ist in dem Film deren Freund Ben, gespielt von Johannes
Allmayer.
Dass der Film 'Stages' eine interessante Geschichte erzählt,
das hat bereits der Förderverein der Filmakademie im Jahre
2003 erkannt und das Exposé mit dem Caligari-Förderpreis
ausgezeichnet.
Der Preis bildete den Grundstein für eine weitere Finanzierung.
Im Normalfall hätte der Film laut Produzent Igor Dovgal
1,5 Millionen Euro gekostet, da das Team aber unentgeltlich
gearbeitet hat, kam es mit 100 000 Euro aus. Den Produzenten
zufolge soll der Streifen bei Festivals in Locarno, München
und San Sebastian gezeigt werden. Die AOK und der Krebsverband
wollen ihn ebenfalls publik machen.
-->up
Stuttgarter
Zeitung, 04.04.05
ÜBER DAS NORMALE LEBEN MIT DEM BRUSTKREBS
- Studenten zeigen ihre Abschlussarbeit in der Filmakademie
Ludwigsburg. Filme über Krebsleiden
handeln oft vom Drama der Erkrankung, vom Sterben oder
Gesundwerden. Drei Studenten der Filmakademie Baden-Württemberg
haben in ihrer Diplomarbeit einen anderen Ansatz gewählt.
Ihr Film 'Stages' hatte am Samstag Premiere.
Von Akiko Lachenmann
Eine Szene aus dem prallen Leben: Die
Sonne lacht, die Stadt Zürich pulsiert, die 23-jährige
Ina ist auf dem Weg zu einem Vorsprechen am Theater. Sie
überzeugt die Jury mit Hilfe eines gefälschten Lebenslaufs.
Ihr Traum, Schauspielerin zu werden, ist auf einmal zum
Greifen nah. Von Anfang an bis zum Abspann strahlt der
Film 'Stages' Lebenslust aus, auch wenn der Zuschauer
später erfährt, dass Ina eine Brustkrebstherapie hinter
sich hat und jederzeit mit einem Rückfall rechnen muss.
Der gewählte Lebensausschnitt der Krebskranken ist ungewöhnlich.
'Es gibt viele Filme über Brustkrebs, aber keinen über
die schwierige Rückkehr ins normale Leben', sagt Carolina
Schegg, Produzentin des Films.
'Stages' ist ein Diplomspielfilm von Carolina Schegg,
Igor Dovgal und Marek Beles, drei Studenten der Filmakademie
Baden-Württemberg. 'Stages' bedeutet Bühne und ist zugleich
die medizinische Bezeichnung für das Stadium einer Krebserkrankung.
Zweieinhalb Jahre haben die Ludwigsburger Studenten an
dem 80-Minuten-Film gearbeitet, in denen sie immer wieder
an Grenzen gestossen sind, an den Rand der Erschöpfung,
aber auch an finanzielle Grenzen. Alle Schauspier, auch
die talentierte junge Hauptdarstellerin Anna Brüggemann,
haben auf ihre Gage verzichtet. 'Normalerweise kostet
so ein Film 1,5 Millionen Euro', sagt Igor Dovgal.
Das Zusammenbeissen der Zähne hat sich gelohnt. Der Film,
den unter anderem die AOK Baden-Württemberg und der Pharmakonzern
Hoffmann-La Roche Deutschland unterstützt haben, erhielt
den Caligari Förderpreis 2003 und den Brustkrebskommunikationspreis
2005 der Deutschen Krebsgesellschaft. Im Frühjahr 2006
zeigt ihn das Schweizer Fernsehen, auch bei deutschen
Sendern ist eine Ausstrahlung geplant. Im kommenden Sommer
wollen sich die Studenten ausserdem bei den Filmfestivals
in Locarno, München und San Sebastian bewerben.
Die Thematik Brustkrebs kommt nicht von ungefähr. Carolina
Schegg ist selbst von der Krankheit betroffen und mit
ihr jede zehnte Frau in einem westlichen Land. Rund 20
Prozent der Betroffenen sind mittlerweile jünger als 45
Jahre. Allein in Baden-Württemberg gibt es 250 Selbsthilfegruppen.
'Das Beeindruckende an dem Film ist, dass es ein Leben
mit dem Krebs fernab der institutionalisierten Landschaft
aufzeigt', sagt Kurt Wesselsky von der AOK Baden-Württemberg.
Das mache Mut und zeige, dass es individuelle Wege gibt,
mit der Krankheit umzugehen.
Filmfigur Ina verdrängt ihre Krankheit - so lange, bis
der Schwindel am Theater auffliegt. Am Ende sieht sie
ein, dass sie mit der Krankheit leben muss und die Kontrolluntersuchungen
nicht länger schwänzen sollte. Was das Ergebnis der Untersuchung
ist und ob das Theater sie wieder einstellt, lassen die
Produzenten bewusst offen. 'Im Mittelpunkt steht nur Inas
Wandel von Ignoranz zu Akzeptanz', sagt Regisseur Beles.
Eine Onkologin aus dem Premierenpublikum zeigte sich nach
der Aufführung beeindruckt. Das heikle, oft tabuisierte
Thema Köperakzeptanz sei gut umgesetzt worden, sagt sie.
Es sein ihre ersten Standing Ovation, sagen die Studenten
nach der Premiere. Und wahrscheinlich waren es nicht die
letzten. Die drei wollen in naher Zukunft eine Firma gründen
und für das deutsche und schweizerische Fernsehen Dokumentarfilme,
Werbung und Spielfilme drehen. Konkrete Projekte gebe
es noch nicht - aber viele Ideen, sagt Igor Dovgal.
-->up
Leonberger
Kreiszeitung, 04.04.05
EIN FILM ÜBER KREBS UND FÜR DAS LEBEN - Der Diplomfilm
'Stages' nähert sich dem Thema Brustkrebs auf ungewöhnlich
heitere Art
Ludwigsburg - 'Die vage Idee war, ein Film über Krebs
zu machen. Es ist einer über das Leben geworden', sagt
Produzentin Carolina Schegg. Zweieinhalb Jahre ist es
her, seit die Studentin der Ludwigsburger Filmakademie
zusammen mit ihren Kommilitonen Marek Beles und Igor Dovgal
den Grundstein für 'Stages' legte. Am Samstag feierten
die drei Filmemacher die Premiere im Kino Caligari.
Von Oliver Schmidtchen
Die junge Ina spaziert gut gelaunt durch die sonnigen,
belebten, mediterran anmutenden Strassen Zürichs. Sie
ist auf dem Weg zu einem Vorsprechen am Theater. Es gilt,
die Rolle der Antigone im gleichnamigen griechischen Drama
zu besetzten. Doch dann passiert's: die übermotivierten
und sichtlich gestressten Kandidatinnen blamieren sich
ein ums andere Mal vor den strengen Augen des Theaterregisseurs.
Schon diese Anfangssequenzen sorgten für viele vergnügte
Lacher in den voll besetzten Reihen des Ludwigsburger
Programmkinos Caligari. 'Stages', der Diplomfilm von Marek
Beles (Regie), Carolina Schegg und Igor Dovgal (beide
Produktion), ist ein humorvoller Film geworden. Und doch:
Es ist auch ein Film über Brustkrebs. Die 23-jährige Protagonistin
Ina (gespielt von Anna Brüggemann) will sich nach überstandener
Krebstherapie ihren grössten Wunsch erfüllen. Sie möchte
ihre Krankengeschichte vergessen und Schauspielerin werden.
Tatsächlich bekommt Ina die Rolle, sieht sich auf dem
Weg in ihr neues Leben. Demgegenüber wollen der besorgte
Freund Ben und die wachsame Mutter Ina immer wieder in
die Rolle der Patientin zurückdrängen.
Als herauskommt, dass die Bewerbungsunterlagen für das
Theater gefälscht sind, droht Inas neues Leben gleich
wieder zusammenzubrechen. 'Es war unser Ziel, einen anderen
Zugang zum Thema zu schaffen', sagt Produzentin Carolina
Schegg. Sie selbst war von einer Krebserkrankung betroffen.
Dennoch sei 'Stages' keinesfalls biografisch, betonen
die Filmemacher.
Vielmehr gehe es darum, von den inneren und äusseren Konflikten,
die Betroffen erleben, zu erzählen. 'Die Berichterstattung
ist sonst ist zu sensationslastig, zu mitleidig, da gibt
es nichts Moderates', sagt Carolina Schegg. Und so schafft
es der Film, die Brücke zu spannen zwischen einer unerwarteten
Heiterkeit und Momenten grosser Emotionalität.
Zweieinhalb Jahre haben die Schweizer Beles und Schegg
und der Ukrainer Dovgal am Film gearbeitet. Dabei konnten
sie auf die Unterstützung vieler anderer Studenten von
verschiednen Hochschulen bauen. Auch die Schauspieler
verzichteten auf die Gage. Zudem konnten die Filmemacher
bei Dreh und Postproduktion auf die Technik der Filmakademie
Baden-Württemberg zurückgreifen. Dennoch kostete der Film
'rund 100 000 Euro', schätz Regisseur Beles. Die Finanzierung
wurde auch durch das Engagement vieler Sponsoren wie einer
grossen Krankenkasse, einer Pharmafirma und des Baden-Württembergischen
Krebsverbandes möglich.
Nun arbeiten alle Beteiligten daran, 'Stages' zu vermarkten.
Die Bewerbungen für die grossen Filmfestivals in Deutschland
und der Schweiz laufen. Eine Ausstrahlung im Schweizerischen
Fernsehen scheint gesichert, die Gespräche mit den hiesigen
Sendern sind im Gange.
-->up